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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Waser'S Ehrenrettung.

Las Blut wäre wirklich geflossen, welches, uns seiner Unbiegsamkeit zuquellen bereit, von Masern gerettet worden. Oder sein Vaterlandwäre in Sclaverey verflossen, dem cbenderselbige doppelte Ehre gegenseine Mitbrüder gegönnet hat.

Wer erkennt nicht diesen durch Schmerzen und Krankheit aussertseine gewohnte Lage gebrachten Mann, wann er Masern, einem accre-ditierten Minister, und von beyden Theilen erbettenen Mittler undRichter zu Last legt, daß er gütliche Verglich versucht habe (p. 655.)ihn scheinbarer Vormunden, Verstellungen, Collusionen mit der eintenParthey beschuldiget (p. 644. 650. 655. 665. 666. 668. re.) Ehr-geiz, Partbeylichkeit, Untren, Falschheit zu seiner Richtschnur machet(p. 649. 650. 664. 667. 684.) sein Urtheil schlecht weg ungerechtheißt (p. 648.) wann er unedler Weise, ihm den Verdacht der Beste-chung auf den Hals wirft (p. 668.) die Empfindsamkeit bey Eröf-nung der Urtheil für Marter der Gewissensbissen ausdeutet fp. 686 )und ihn und jederman endlich gar dem jüngsten Gericht überantwor-tet (p. 665 ).

Es ist nicht meine Absicht, die Sache um die es zu thu» war,nach ihrer Natur zu untersuchen, um zu entscheiden, ob der Sprecheri-schen Parthey, durch den WaserUchen Spruch unrecht geschehen sey.Aber die Unbedachtsamkeit des Herren Sprechers, und das kluge, ge-scheute verfahren Herren Masers, werden auf einmahl offenbar, wennman bedenket, daß dieser, in einer so kitzlichten Sache nichts gethanhabe, ohne Auftrag und Rath der mit den X. Gerichten-Bund ver-bündeten hohen Ständen, Zürich, Bern, und Glarus, und (den end-lichen Spruch ausgenommen) ohne Beyhilfe der Büntnerschen Sätzen.

Und diese Stände habe» ihn mit Klugheit und warmer Theil-nehmung geleitet. Die Händel, in welche das unglückliche Bündtenvon 1617. an, durch den Partheygeist bis in dem Abscheu versenketwäre, haben denselben und ihren Mitständen und besonders Zürichunsägliche Mühe, in einer Reihe von Jahren verursachet, und mehrals einmahl ihre eigene Trennung angedrohet, zu der Zeit, als ohne-dem, das in Flammen stehende Deutschland Funken in Menge in Hel-vetica warft. Sprecher selbst ist der beste Zeuge. Kaum zeigte sichnoch die Ruhe in Bündten, so erhebte sich gleich der innerliche Zwey-tracht in dem X Gerichten Bund. Die Gründe beyder Theilen wa-ren wichtig, doch waren die vorigen Wunden noch nicht geheilet, unddie Neligionsbeschwerden noch nicht gehoben. Die Klugheit hätte in