Claſf XLI. Von der Hauß⸗Apotheck. 1075
2. Ein ander koͤſtliches Waſſer.
Fuͤr den Schlag und ſchwere MNoth.Man nimmt 11. Pfund ungezupffte Mayenbluͤmlein.Lavendel/ 1. Pfund.Linden⸗Bluͤhe und Peonien⸗Blumen/ jedes 4. Loth.Oſterlucey und braune Bethonien/ jedes 2. Loth.Eychen⸗Miſpel/ ſo im abnehmenden Mond geſchnitten/ dergruͤn iſt/ und klein gefeilete 4. Loth.
Bibergail und Pfefferkoͤrner/ jedes 1. Loth.Cubeben/ 2. Loth.Peonienwurtzel/ 3. Loth.
Dieſe Dinge alle groͤblich geſtoſſen/ und aufs kleinſte zerſchnitten/ in eineKanne gethan/ zwo Maqß des beſten weiſſen Weins daruͤber geſchuͤttet/ wolumgerlehret/ die Kanne oben wol zugemacht/ daß nichts außrieche; Hernachvier Wochen lang an die Sonne geſtellet/ alsdann den Wein abgeſiehen/ dieMateri wol zerſtoſſen in einem Moͤrſer/ den Wein wieder daruͤber geſchuͤttet/hernach bey gelindem Feuer ein Waſſer darvon diſtillirt/ ſelbiges in einemwol⸗verwahrten Glaß zum Gebrauch behalten.
Uſus.
1. Wer mit der ſchweren Noth behafftet/ der nehme alle Neue Mondenſechs Loͤffel⸗voll darvon. Es hilfft/ mit GOtt/ von dem Schlag undſchweren Nocth.
88 2. Den kleinen Kindern giebt man weniger/ je nach Beſchaffenheit desters.
3. So ein alter Menſch dieſe Kranckheit hat/ dem ſolle man drey Loͤffel-voll geben/ ſo bald es ihm ankommt.
4. Einem Kind aber nureinen Loͤffel⸗voll.
3⸗ Ein vortreffliches Hertz⸗ſtaͤrckendes Waſſer.
Man nimmt einen Hafen voll weiſſen Wein.Methridat und Zimmet/ jedes 4. Loth.Meliſſen und Schluͤſſelblumen/ jedes eine gute Hand voll.Roßmarinblumen/ eine Hand voll.Mußcatblumen /)Näͤgelein/ Sjedes 1. Loth.Mußcat⸗Nuͤſſe/
Ale dieſe Stuͤcke vier Tage lang in dem Wein eingebaitzet/ das Gewuͤrtz
; Uuu vnnu ij zuvor