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Friedrich der Große.
und augenblicklich war er im Verreisten der Schlacht. Er er-hielt eine gefährliche Wunde, weigerte sich aber, das Feld zuverlassen, und war mit Sammlung seiner in Unordnung ge-brachten Truppen beschäftigt, als eine österreichische Kugel seinwechsclvolies und ercignißreichcs Leben beendigte.
Das Unglück war ernst. Doch unter allen Generälen ver-stand es Friedrich am besten, Niederlage gutzumachen, und ver-stand es Daun am wenigsten, Sieg zu benutzen. In wenigTagen war die preußische Armee so furchtbar, wie vor derSchlacht. Die Aussicht jedoch war düster. Eine österreichischeArmee unter General Harsch war in Schlesien eingefallen undumzingelte die Festung Neiße. Daun hatte, nach seinem Erfolgbei Hochkirch, an Harsch in sehr zuversichtlichen Ausdrücken ge-schrieben: „Geht vorwärts mit Euren Operationen gegen Neiße.Seid ganz ruhig in Betreff des Königs. Ich will ordentlichfür ihn stehen/' In Wahrheit die Stellung der Preußen warvoller Schwierigkeiten. Zwischen ihm und Schlesien lag diesiegreiche Armee des Daun. Es war nicht leicht für sie, über-haupt nach Schlesien zu gelangen. Wenn sie dahin gelangten,so ließen sie Sachsen den Ocsterreichern bloßgestellt. Doch dieThatkraft und Rührigkeit Friedrichs überwanden jedes Hinder-niß. Er machte einen umgehenden Marsch mit außerordent-licher Schnelligkeit, ging an Daun vorbei, eilte nach Schlesien,hob die Belagerung von Neiße auf, und trieb Harsch nach Böh-men zurück. Daun benutzte die Abwesenheit des Königs, umDresden anzugreifen. Die Preußen vertheidigten es verzweifelt.Die Bewohner dieser reichen und gebildeten Hauptstadt batenvergeblich, innen bei der Besatzung und draußen bei den Be-lagerern , um Schonung. Die schönen Vorstädte wurden bisauf den Grund niedergebrannt. Es war klar, daß die Stadt,wenn überhaupt, nur mit dem Bajonnete im Kamps von Straße