Mirabeau und die französische Revolution.
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scheinend Allbekanntes enthaltend, in Wahrheit eine der origi-nellsten Schriften war, die jemals erschienen sind. Die Grund-principien von Fönölon's politischer Moral, die Kriterien, nachdenen er über Institutionen und über Menschen urtheilte, warenseinen Landsleuten unbedingt neu. Er hatte sie zwar seinenköniglichen Zögling mit den glücklichsten Erfolgen gelehrt. Aberwie uncrfaßbar sie den meisten Leuten waren, erfahren wir vonSt. Simon. Dieser unterhaltende Schriftsteller erzählt unS,als eine fast unglaubliche Sache, der Herzog von Burgund habeerklärt, wie er dafürhalte, daß Könige zum Wohle des Landesdawären und nicht das Volk zum Wohle der Könige. St. Si-mon ist erfreut über das Wohlwollende in dieser Rede, aber be-troffen durch ihre Wahrheit und erschreckt durch ihre Kühnheit.Ja er sagt mit Bestimmtheit, es sei nicht gerathen gewesen, denAusspruch an dem Hofe Ludwigs zu wiederholen. St. Simonwar unter den sämmtlichen Gliedern jenes Hofes der mindesthöfische'. Er stand so nahe an einem Oppositionsmann, alsirgend ein Mensch seiner Zeit. Sein Naturell war stolz, bitterund cy nisch. In der Religion war er ein Jansenist, in derPolitik ein weniger herzlicher Royalist, als die meisten seinerGenossen. Seine Ansichten und sein Wesen hatten ihn vor denJllusivmen bewahrt, welche das Benehmen Ludwig's bei Anderenhervorrief. Er lieble den König weder, noch achtete er ihn.Gleichwohl ward selbst dieser Mann, — einer der freisinnigstenMännrr in Frankreich, — starr und stumm vor Erstaunen, wieer die (Grundregel alles Staatswesens aufstellen hörte, eine Re-gel, diic in unserer Zeit Niemand in England oder Frankreichbestreik«.'» würde, die der starrste Tory so sehr als selbstverständ-lich anmimmt, wie der heftigste Radicalc, und in Betreff derender Kav.'list mit dem rcpublicanischsten Deputieren der „äußerstenLinken"' übereinstimmen würde. Niemand läßt FLnölon Ge-