Band 
Fünfter Band.
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140
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140 Mirabeau und die französische Revolution.

aufrichtig. Karl gesellte Verstellung zu seinen anderenLastern.

Die Verwaltung des Regenten war kaum weniger verderb-lich und unendlich anstößiger, als die des verblichenen Monar-chen. Prächtige öffentliche Bauten und nach riesigem Maßstabegeführte Kriege waren es, wodurch Ludwig Noth über sein Volkgebracht hatte. Der Regent erschwerte diese Noth durch Be-trügereien, deren sich ein bankerotter Stocksreiter auf der Actien-börsc geschämt haben würde. Frankreich hatte, selbst währendes unter den schwersten Drangsalen litt, den Eroberer verehrt.Es verachtete den Schwindler.

Wie Orlcans und der elendeDubois verschwunden waren,ging die Gewalt auf den Herzog von Bourbon über, einenPrinzen, der sich in den Augen des Publikums durch denschimpflich gewinnrcichen Antheil, den er an den Gaukclstrcichendes Systems genommen, und durch die Unterwürfigkeit herab-gesetzt hatte, mit der er die Launen eines lockeren und herrischenWcibeS ertrug. Es schien bestimmt zu sein, daß jeder Zweigder königlichen Familie nach einander sich den Widerwillen unddie Verachtung der Nation zuziehen solle.

Zwischen dem Sturze des Herzogs von Bour/wn und demTode Fleury's lagen einige Jahre sparsamer und gemäßigterRegierung zwischeninne. Dann hob der sinkende Fortgang derMonarchie wieder an. Sittenlosigkeit am Hofe, Verschwendungin den Finanzen, Spaltung in der Kirche, Parteiunz in denParlamenten, ungerechter Krieg durch einen schimpflichen Frie-den beendigt, alles was den Sturz großer Reiche anzeigt undalles was ihn hervorruft, macht die Geschichte jener kläglichenPeriode aus. Auswärts wurden die Franzosen überall geschlagenund gcdemüthigt, zu Land und zur See, an der Elbe und andem Rheine, in Asien und in America. Im Innern wurden sie