Band 
Fünfter Band.
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Bertrand Barere.

nen, ohne ihnen zu gestatten, zu beendigen, was sie zu sagenhatten, für schuldig.

Der folgende Tag war der traurigste in der traurigen Ge-schichte der Revolution. Die Dulder waren so unschuldig, somuthvoll, so beredt, so gebildet, so jung. Einige von ihnenwaren anmuthige und reizvolle Jünglinge von sechs- bis sicben-undzwanzig Jahren. Vergniaud und Gcnsonnö waren wenigüber dreißig. Sie waren nur wenige Monate an den öffent-lichen Angelegenheiten bciheiligt gewesen. In wenigen Mona-ten hatte der Ruhm ihres Genies Europa erfüllt, und sie soll-ten für kein anderes Verbrechen sterben, als daß sie Ordnung,Gerechtigkeit und Gnade mit Freiheit zu verbinden gewünschthatten. Ihr großer Fehler war Mangel an Muth. Wir meinenMangel an politischem Muth, an jenem Muth, der fest ist gegenGeschrei und Schmährcde, und der großen Nothfällen durch kühneund entscheidende Maßregeln begegnet. Ach! sie hatten einenur zu gute Gelegenheit, zu beweisen, daß es ihnen nicht anMuth fehlte, mit männlicher Heiterkeit das Schlimmste zu er-dulden, was von solchen Tyrannen, wie St. Just, und vonsolchen Sklaven, wie Barere, verhängt werden konnte.

Sie waren nicht die einzigen Opfer der edlen Sache. Ma-dame Roland folgte ihnen auf das Schaffet, mit einem so hel-dcnmüthigen Geiste, wie ihr eigner. Ihr Gatte war in einemsicheren Verstecke, konnte es aber nicht ertragen, sie zu überleben.Sein Leichnam wurde auf der Heerstraße, in der Nähe vonRouen, gefunden. Er hatte sich in sein Schwert gestürzt. Con-Lorcct verschluckte Opium. Zu Bordeaur fiel der Stahl auf dieNacken des kühnen und scharfsinnigen Gnadet und Barbarour',des Hauptes jener Begeisterten von der Rhone, deren Muth, inder großen Krisis des 10. August, die Fluth der Schlacht vomLouvre zurück zu den Tuilericen gewendet. Auf einem Felde in