Band 
Fünfter Band.
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Bertrand Barere.

Punkt, worin wir eine Ähnlichkeit zwischen dem schlechtestenStaatsmanne der Monarchie und dem schlechtesten Staatsmanneder Republik nachweisen könnten.

Von Baröre's eigenthümlicher Witzader kann man sichaus einer Anekdote einen Begriff bilden, welche einer seiner ver-trauten Genossen, ein Geschworner des Rcvolutionstribunals,' erzählt hat. Eine Buhldirne, die eine vortretende Rolle in denOrgien von Clichy spielte, ging Barere an, seine Macht gegeneinen Haarputz anzuwenden, der ihrem Gesichtsschnitte nichtentsprach, und den eine nebenbuhlerische Schönheit in die Modezu bringen versuchte. Eine der Magistratspcrsonen der Haupt-stadt wurde entboten und empfing die nöthigen Befehle. DieAristokratie, sagte Baröre, erhöbe wieder ihre Stirne. Dieseneuen Haartouren wären contrerevolutionär. Er wisse glaub-haft, daß sie aus dem langen schönen Haare hübscher Aristokra-ten gemacht wären, die durch das nationale Hackmesser gestorben.JcdeDamc, die sich mit den Ueberresten von Verbrechern schmücke,könne mit Recht des Jncivismus verdächtig gehalten werden.Diese lächerliche Lüge betrog die Pariser Autoritäten. DieBürgerinnen wurden feierlich gegen die verrufenen Locken ge-warnt, und hatten zwischen ihren Haartouren und ihren Köpfenzu wählen. Baröre's Ergötzen an dem Erfolg dieser witzigenErfindung war ganz maßlos; er konnte die Geschichte nicht er-zählen, ohne in solche Lachkrämpfe zu verfallen, daß seine Zu-hörer zu hoffen anfingen, er sei im Begriff, zu ersticken. Es lagetwas besonders Kitzelndes und Erheiterndes für seinen Sinnin dieser grotesken Verbindung des Frivolen mit dem Schreck-lichen, falscher Locken und Kräuseleisen mit spritzenden Adernund rauchenden Beilen.

Doch wenn es Baröre auch gelang, die ehrenvollen Bei-namen des Witzlings des Schreckens und des Anakreons der