Band 
Fünfter Band.
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Bertrand Barere.

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rtzre als Schriftsteller und als Spion zu beschäftigen. AberBaröre — war es möglich, daß er sich in solch eine Erniedri-gung fügte? Schlecht wie er war, er hatte eine große Rolle ge-spielt. Er hatte zn jener Classe von Verbrechern gehört, diedie Welt mit dem Rufe ihrer Verbrechen erfüllen; er war Mit-glied eines Cabinetcs gewesen, das Frankreich mit unumschränk-ter Gewalt beherrscht und mit ausgezeichnetem Erfolge gegenganz Europa Krieg geführt hakte. Ja er war, wenn auch nichtdas mächtigste, doch, mit der einzigen Ausnahme Robcspierre's,das vortrelendste Mitglied jenes Cabinets gewesen. Sein Namewar zu Moskau und zu Philadelphia, zu Edinburgh und zuCadir ein in jedem Hause bekanntes Wort gewesen. Das Blutder Königin von Frankreich, das Blut der größten Redner undPhilosophen Frankreichs war auf seinen Händen. Er hattegesprochen, unv es war beschlossen worden, daß der Pflug überdie große Stadt Lyon hinweggehen solle. Er harte wieder ge-sprochen, und es war beschlossen worden, daß die Straßen Tou-lons bis zum Grunde geschleift werden sollten. Wenn Ver-derbtheit so hoch gestellt ist, wie die seine, so mischt sich derHaß,den sie einflößt, mit Scheu. Seine Stelle war bei großen Ty-rannen , bei Kritias und Sylla, bei Eccelino und Borgia, nichtbei Lohnscribenten und Polizeiknechten.

„Tugend ist leerer Schwulst, will ich gestehn,

Doch soll des Lasters Glanz verloren gehn?"

So sang Pope und so fühlte Barere. Wie ihm vorge-schlagen ward, ein Journal zur Vertheidigung der konsularischenRegierung herauszugeben, flößten Wuth und Scham ihm zumersten und letzten Male etwas wie Muth ein. Er hatte eine sogroße Stelle in den Augen der Menschen eingenommen, wieMr. Pitt oder General Washington, und er wurde jetzt kalt auf-gefordert, auf einmal auf die Linie des Mr. Ludwig Goldsmith