Band 
Fünfter Band.
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Johann Dryden.

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§ trachtung trösten, daß Se. Majestät ein Narr war. Aber der, Kanzler wortspicltc zur Gesellschaft von dem Wollsack, und der- Kanzler war Franz Baron. Es ist nnnöthig, Sidncy und die! ganze Schaar der Euphuisten zu erwähnen. Denn Shakspearet selbst, der größte Dichter, der jemals lebte, verfällt in dcnscl-s bcn Fehler, sooft er ganz besonders schön zu sein gedenkt. So-lange er sich dem Impulse seiner Phantasie überläßt, sind seineLeistungen nicht bloß die süßesten und erhabensten, sondern auchdie fehlcrsreicsten, die die Welt jemals gesehen hat. Sobaldaber seine kritischen Vermögen ins Spiel kommen, sinkt er aufdie Linie Cowley's herab, oder vielmehr, er macht schlecht, wasCowley gut macht. Alles was in seinen Werken schlecht ist, istbeflissentlich und aus vorbedachter Bosheit schlecht. Das Ein-zige, woran es fehlte, um sie vollkommen zu machen, war, daßer sich niemals darum gekümmert hatte, nachzudenken, ob siegut seien, oder nicht. Wie die Engel bei Milton, sinkt er „mitZwang und mühesaincr Flucht!" Seine natürliche Richtunggeht aufwärts. Damit er sich erhebe, ist es nur nöthig, daß ersich keine Mühe gebe, zu fallen. Er glich einem americanischcnKaziken, der, in ungcmesscnem Ucberflusse die Metalle besitzend,welche in verfeinerten Gesellschaften für die kostbarsten gelten,in gänzlicher Unkenntniß ihres Werthes war, und werthvollcrcSchätze, als die Herrscherkrvncw anderer Länder, aufgab, umsich irgend eine bunte und weithergcbrachte, aber werthlose Spie-lerei , einen plattirten Knopf, oder ein Halsband von gefärbtemGlas zu verschaffen.

Wir haben zu zeigen versucht, daß, wie die Kenntniß sicherweitert und die Vernunft sich entwickelt, die nachahmendenKünste abnehmen. Wir sollten daher erwarten, daß die Ver-derbniß der Poesie in den gebildeten Classen der Gesellschaft an-fangen würde. Und dies ist in der That fast fortwährend derV. 2l