Johann Dryden. 325
blick zusammendrängte, während dessen der König seinen Kopf, unter dem Messer hielt.
s Es verdient Bemerkung, daß zu der Zeit, von der wirs sprechen, die Stücke selbst von nicht vorragend durch Genie aus-! gezeichneten Männern, solchen z. B. wie Jenson, den besten! Werken der Phantasie in anderen Zweigen weit überlegen waren,s Deshalb glauben wir, obschon wir dafürhalte», daß, aus Ur-fachen, die wir bereits erforscht haben, unsre Poesie nothwendigi habe sinken müssen, sie hätte doch, wenn ihr Schicksal nicht durchäußere Angriffe beschleunigt worden wäre, eines schönen Todesgenießen können ; der Genius hätte durch das Drama am Leben^ erhalten werden können, bis seine Stelle einigermaßen durchden Geschmack ersetzt werden konnte; es würde kaum eine Zwi-schenzeit zwischen dem Zeitalter erhabener Erfindung und demgefälliger Nachahmung gewesen sein. Die Werke Shakspeare's,l die nicht vor der Mitte des 18.Jahrhunderts mit einigem Gradec von Gerechtigkeit gewürdigt wurden, könnten dann während desH späteren Theiles des 17. die anerkannten Richtmaße der Treff-lichkeit gewesen sein, und er und die großen ElisabekheischcnSchriftsteller hätten dann fast unmittelbar eine Generation vonDichtern zu Nachfolgern gehabt, denen ähnlich, die unsre eignenZeiten schmücken.
Doch die Puritaner trieben die Poesie aus ihrem letztenAsyl. Sie verboten theatralische Vorstellungen und brandmark-, ten das ganze Geschlecht der Dramatiker als Feinde der Sitt-tz lichkcit und Religion. Viel, das tadelnswerth ist, ist bei denk Schriftstellern, die sie verwarfen, zu finden; aber ob sie die be-; sten Maßregeln ergriffen, dem Uebel Einhalt zu thun, erscheint- uns sehr zweifelhaft, und muß, wie wir denken, ihnen selbst' zweifelhaft erschienen sein, wenn sie, nach dem Verlauf einigerJahre, den unreinen Geist, den sie ausgetrieben hatten, zu seinen