Band 
Fünfter Band.
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326 Johann Dryden.

alten Stätten mit sieben anderen schlimmer als er zurückkehrensahen.

Dnrch die Vernichtung des Dramas blieb die modischeSchule der Poesie, eine Schule ohne Wahrheit der Empfindungund Harmonie des Versbaues, ohne die Kräfte eines früheren,oder die Correcthcit eines spätere» Zeitalters, im Genusse unbe-strittener Herrschaft. Eine fehlerhafte Scharfsinnigkcit, einekrankhafte Raschhcit, Achnlichkciten und Analogiccn zwischen an-scheinend heterogenen Dingen zu entdecken, begründete fast ihreneinzigen Anspruch auf Bewunderung. Suckling war todt.Milton war von politischer und theologischer Polemik in An-spruch genommen. Wenn Waller sich von der CowlehischenSchriststcllcrsecte unterschied, so unterschied er sich zum Schlim-mern. Er besaß so wenig Poesie, wie sie, und viel wenigerWitz; auch ist die Mattigkeit seiner Verse nicht weniger widrig,als die Nauigkcit der ihren. Nur bei Dcnham war das schwacheAufdämmern einer bessern Manier erkennbar.

Doch wie tief auch der Zustand unserer Poesie währenddes Bürgerkrieges und des Protccwratcs war, ein noch tiefererFall stand bevor. Bis dahin war unsre Literatur idiomatischgewesen. Im Geiste, wie in der Lage, waren wir Inselbewohnergewesen. Die Revolutionen in unserm Geschmacke, wie dieRevolutionen in unserm Staatswescn, waren ohne die Ein-mischung Fremder abgemacht worden. Hätte dieser Stand derDinge fortgedauert, so würden dieselben richtigen Principien derErörterung, welche um diese Zeit mit beispiellosem Erfolg aufjeden Theil der Philosophie angewendet wurden, unsre Vorfah-ren bald zu einem vernünftigeren Codcr der Kritik geführt haben.Es fanden sich schon starke Zeichen der Verbesserung. UnsreProsa hatte sich endlich von jenen gezierten Einfällen freige-macht, die noch immer fast jede metrische Arbeit entstellten. Die