Johann Deydc».
327
parlamentarischen Debatten und die diplomatische Eorrespondcn;jener creignißvollcn Periode hatten viel zu dieser Reform beige-tragen. In solchen geschäftigen Zeiten war os unbedingt noth-wendig , zur Sache zu sprechen und zu schreiben. Die Abge-schmacktheiten des Puritanismus hatten vielleicht noch mehr ge-wirkt. Zu dcrZeit, wie jener abscheuliche Styl, der die SchriftenHalls und Lord Bacon's entstellt, fast allgemein war, war jenesstauncnswcrthc Werk, die englische Bibel, erschienen, ein Werk,das, wen» sonst alles in unsrer Sprache untergehen sollte, alleinhinreichen würde, den ganzen Umfang ihrer Schönheit undKraft zu zeigen. Die Achtung, welche die Ucbcrsetzer für dasUrwerk fühlten, hielt sie ab, irgend eine der häßlichen Verzie-rungen beizufügen, die damals Mode waren. In der That, dasGrundwcrk der Uebcrsetznng war aus einem früheren Zeitalter.Die familiäre Weise, in der sich die Puritaner bei fast jederGelegenheit der Redeweisen der Schrift bedienten, war unstreitigsehr lächerlich; aber sie erzeugte gute Wirkungen. Sie warPhrascnthum; aber sie trieb ein weit anstößigeres Phrascnthumaus.
Die höchste Gattung der Poesie ist in großem Maße vonjenen Umständen unabhängig, welche den Styl prosaischer Ar-beiten regeln. Bei jener geringeren Art der Poesie, die ihrfolgt, ist der Fall weit verschieden. In wenigen Jahren werdendie gesunde Einsicht und der gute Geschmack, welche die Zierereiaus moralischen und politischen Abhandlungen ausgerottet hat-ten , im natürlichen Lauf der Dinge eine ähnliche Reform imSonnet und in der Ode bewirkt haben. Die Strenge der sieg-reichen Scctircr hatte nachgelassen. Eine herrschende Religionist niemals ascetisch. Die Regierung sah theatralischen Vor-stellungen durch die Finger. Noch einmal wurde der EinflußShakspeare's empfunden. Aber finstere Tage nahten heran.