Band 
Fünfter Band.
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Johann Deichen.

Ein auswärtiges Joch sollte unsrer Literatur aufgelegt werden.Karl kehrte, umringt von den Gefährten seines langen Erils,zurück, eine Nation zu regieren, die ihn niemals hätte vertreiben,oder niemals zurücklassen sollen. Jedes Jahr, das er unterFremden verbracht hatte, hatte ihn ungeeigneter gemacht, seineLandsleute zu regieren. In Frankreich hatte er die widersetzlicheMagistrat»! gedemüthigt, unv die königliche Machtvollkommen-heit, wenn auch von einem fremden Priester im Namen einesKindes geübt, über jede Opposition siegreich gesehen. DiesesSchauspiel war einem Prinzen natürlich angenehm, für dessenFamilie die Opposition der Parlamente so verhängnisvoll ge-worden war. Feine Bildung war seine einzige gute Eigen-schaft. Die Beschimpfungen, die er in Schottland erlitten hatte,hatten ihn gelehrt, sie zu schätzen. Die Weichlichkeit und Theil-nahmölosigkcit seines Naturelles machten ihn geeignet, sich darinauszuzeichnen. Die Eleganz und Lebhaftigkeit der französischenManieren bczaubcrten ihn. Mit den politischen Marimen undden geselligen Gewohnheiten seines Licblingsvolkcs nahm er des-sen sthlistischcn Geschmack an, und brachte ihn, als er auf demThrone saß, zum Theil durch dirccte Gönnerschaft, aber nochmehr durch jene verächtliche Politik, die eine Zeit lang Englandzu der letzten der Nationen machte, und Ludwig XIV. auf eineHöhe der Macht und des Ruhmes hob, wie sie kein französischerSouvcrain jemals vorher erreicht hatte, bald in die Mode.

Es geschah Karl zu Gefallen, daß der Reim zuerst in unsreTheaterstücke eingeführt wurde. So wurde dem englischenDrama, das sich damals eben von seinem stechenden Zustandeerholte, ein verdoppelter Schlag versetzt, der zu jeder Zeit tödt-lich gewesen wäre. Zwei abscheuliche Manieren, die heimischeund die eingeführte, waren jetzt in einem Zustande abwechselndenKampfes und Verschmelzcns. Die bombastische Gemeinheit des