Johann Drydcn,
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Unter Liesen war Drydcn der Ausgezeichnetste. Inmit-ten des Gedränges von Autoren, die, während der früherenJahre Karl's II., durch jede Art von Abgeschmacktheit und Af-fectation um Kundbarkcit warben, wurde er schleunig vortretend.Niemand übte soviel Einfluß auf das Zeitalter. Die Ursache istklar. Auf Niemanden übte daS Zeitalter soviel Einfluß. Erwar vielleicht der größte von Denen, die wir als die kritischenDichter bezeichnet haben, und seine litcrarifche Laufbahn bot, ineinem verkleinerten Maßstabe, die ganze Geschichte der Schule,der er angehörte, die Rohhcit und Maßlosigkeit ihres Kindcs-altcrs, die Angcmcfscnheit, die Anmuth, die gehobene Einsicht,den gemäßigten Glanz ihrer Reife. Seine Phantasie war träge,bis sie durch sein Urtheil geweckt ward. Er begann mit gezwun-genen Vcrgleichungcn und hohlem Schreien. Er erwarb all-mälig die Energie des Satyrikers, die Würde des Sittenlehrers,die Verzückung des lyrischen Dichters. Die Umwälzung, welchedie englische Literatur, von der Zeit Cowley's bis zu der desScott, durchgemacht hat, ist innerhalb des Umfangs seinerBände en nnmature zu sehen.
Sein Leben zerfällt in zwei Theile. Es giebt einigen strei-tigen Boden an der gemeinsamen Grenze; aber die Grenzliniekann mit leidlicher Genauigkeit gezogen werden. Das Jahr1678 ist das, welches wir als den Anfang einer großen Aende-rung in seiner Manier zu bezeichnen geneigt sein würde». Wäh-rend der vorhergehenden Periode erschienen einige seiner höfi-schen Pancgyrikcn, sein ednnns illwalülis und die meisten seinerTheaterstücke, in der That alle seine gereimten Tragödie». Derfolgenden Periode gehören seine besten Dramen — Alles fürLiebe, der spanische Bruder und Sebastian, — seine Sathrcn,seine Uebcrsctzungen, seine Lehrgedichte, seine Fabeln und seineOden an.