Band 
Fünfter Band.
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Johann Dryden.

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reden, so erkennen wir den Unterschied zwischen einem Mann,der ein Stück schreiben kann, und einem Mann, der eine Redeschreiben kann. In derselben Weise können Witz, ein Talentfür Schilderungen, oder ein Talent für die Erzählung eine Zeitlang für dramatisches Genie gelten. Dryden war ein unver-gleichlicher Raisonnirer in Versen. Er war sich seiner Kraftbewußt; er war stolz darauf, und die Verfasser der Leseprobebeschuldigten ihn mit Recht, sie zu misbrauchen. Seine Kriegerund Princcssinnen liebten es, Punkte der Liebescasuistik zuerörtern, wie sie ein Liebcsparlament entzückt haben würden.Sie gehen häufig noch tiefer und speculircn über philosophischeNothwendigkeit und den Ursprung des Bösen.

Es gab jedoch einige Anlässe, welche unbedingt dieses be-sondere Talent erforderten. Dann war Dryden allerdings in sei-nem Elemente. Alle seine besten Scenen sind von dieser Art.Sie spielen sämmtlich unter Männern; denn Drydcn's Heldenkönnen, wie viele andereHerrcn, niemals verständig reden, wennDamen in der Gesellschaft sind. Sie sind alle darauf berechnet,die Herrschaft der Vernunft über heftige Leidenschaft darzulegen.Wir haben zwei sich Unterredende, deren Einer eifrig und lei-denschaftlich, der Andere stolz, kalt und einsichtsvoll ist. Dergesetzte und verständige Charakter gewinnt allmälig das Ueber-gewicht. Sein heftiger Genosse wird zuerst durch seine Vor-würfe zur Wuth entstammt, dann durch seinen Gleichmuth über-meistert, durch seine Gründe überzeugt und durch sein Zuredenbesänftigt. So geht es in der Scene zwischen Hektor und Troi-lus, in der zwischen Antonius und Ventidius und in der zwi-schen Sebastian und Dorar. Nichts Derartiges bei Shakspearekommt ihnen gleich, außer der Streit zwischen Brutus und Cas-stus, und der wiegt sie alle dreie auf.

Einige Jahre vor seinem Tode hörte Dryden ganz auf, für