Band 
Fünfter Band.
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Johann Dryden.

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reihte. In diesem Gebiete gelang es ihm so vollständig, wie esseinem Zeitgenossen Gibbons bei dem ähnlichen Unternehmengelang, die zartesten Adern aus Kcrneiche zu schneiden. Diehärtesten und knotigsten Theile der Sprache wurden unter seinerBerührung handlich. In derselben Weise bot sein Versbau,während er das erste Muster jener Reinlichkeit und Bestimmtheitlieferte, welche die nachfolgende Generation so hoch schätzte,gleichzeitig die letzten Beispiele von Adel, Freiheit, Abwechselungder Richtpunkte nur des Taktes. Seine gereimten Tragödie»,wenn auch werthlos au sich, hatten wenigstens dem Zweck vonVersen ohne Sinn entsprochen: sie hatten ihn alle die Künsteder Melodie gelehrt, die das heroische Couplet zuläßt. ZuSchwulst, seinem vorherrschenden Fehler, gaben seine neuen^Sujets wenig Anlaß; sein besserer Geschmack beseitigte denscl-i'ben allmälig.

l Er besaß, wie wir schon gesagt haben, in einem vorragen->den Grade, die Gabe, in Versen zu raisonniren, und diese Gabezwar ihm jetzt besonders nützlich. Seine Logik ist keineswcges'gleichmäßig tüchtig. Bei Punkten der Kritik raisonnirt er immerscharfsinnig und, wenn er geneigt ist, ehrlich zu sei», richtig.Mbcr die theologischen und politischen Fragen, die er in Versenzu behandeln unternahm, waren gerade die, die er am wenigsten«verstand. Seine Gründe sind daher öfters werihlos. 'Aber diedArt und Weise, in der sie aufgestellt sind, geht über alles Lob.sDer Styl ist durchsichtig. Die Gegenstände folgen einander in-der glücklichsten Ordnung. Die Einwände sind in einer solchen^Weise aufgeführt, daß das ganze Feuer der Erwiderung heran-gebracht werden kann, auf sie zu wirken. Die Umschreibungen,idic an die Stelle technischer Ausdrücke gesetzt werden, sind klar,nett und genau. Die Bilder schmücken zugleich und erhellendas Raifonnement. Die funkelnden Epigramme Cowletss und