Band 
Fünfter Band.
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Johann Drhden.

die einfache Geschwätzigkeit der komischen Dichter Italiens wer-den abwechselnd in der glücklichste» Weise angewendet, dem Au-genscheinlichen Eindruck, wie dem Dunklen Klarheit zu schaffen.

Sein litcrarisches Credo war katholisch, selbst bis zumLatitudinarianismus, nicht aus irgend einem Mangel an Scharf-sinn, sondern aus einer Geneigtheit, leicht befriedigt zu werden.Er erkannte rasch den kleinsten Schimmer von Verdienst; er warselbst gegen grobe Ungehörigkeiten nachsichtig, wenn sie vonirgend einem gutmachenden Talent begleitet waren. Wenn eretwas Scharfes sagte, so geschah es, um einem zeitweise» Zweckezu dienen, einen Grund zu stützen, oder einen Nebenbuhler zunecken. Niemals war ein so geschickter Kritiker so frei von wäh-lerischem Wesen. Er liebte die alten Dichter, besonders Shak-speare. Er bewunderte den Scharfsinn, welchen Donne undCowley so wild gemisbraucht hatten. Er wurde, inmitten desallgemeinen Schweigens, dem Andenken Milton's gerecht. Erhob die Schulknabenverse Addison's bis zum Himmel. Immerauf die schöne Seite jedes Gegenstandes blickend, bewunderte erUnmaß, in Betracht der Erfindungskraft, die es, wie er an-nahm, verrieth, entschuldigte er Geziertheit dem Witz zu Liebe,duldete er selbst Mattheit, der Correctheit halber, die ihre Be-gleiterin war.

Wahrscheinlich war es mehr diese Gemüthsrichtung, altdie schimpflicheren Ursachen, welche Johnson angegeben hat, deiwir die Uebertreibung zuzuschreiben haben, welche Dryden'iPaneghriken entstellt. Es muß zugestanden werden, keilSchriftsteller hat die Dedicationsschmeichelei zu einer größere,Ausdehnung getrieben. Doch dies war, wie wir vermuthennicht bloß eigennütziger Knechtsstnn; es war das Ueberströmeieines zur Bewunderung besonders geneigten Gemüthes, eine-Gemüthes, das Laster verkleinerte und Tugenden und Verpflich