376
Oliver Gvlesmirh.
tungen geschickt haben. Sowohl das Gute als das Schlechte inGoldsnüth's Charakter war so, daß es seinen Genossen zur voll-kommenen Bürgschaft diente, er werde niemals eine solche Schur-kerei begehen. Er war weder bösartig genug, noch verschmitztgenug, sich irgend eines boshaften Actes schuldig zu machen, derErfindung und Verstellung erforderte.
Goldsmirh ist zuweilen als ein Mann von Genie darge-stellt worden, der von der Welt grausam behandelt und vcrur-thcilt worden wäre, mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die zuletztsein Herz gebrochen hätten. Keine Darstellung kann entferntervon der Wahrheit sein. Er bestand zwar viel scharfes Elend,bevor er irgend etwas Erhebliches in dcrLitcratur geleistet hatte.Aber nachdem sein Name auf der Titelseite des Reisenden er-schienen war, hatte er Niemandem, als sich, wegen seiner Be-drängnisse Vorwürfe zu machen. Sein durchschnittliches Ein-kommen, während der letzten sieben Jahre seines Lebens, über-stieg gewiß 400 Pfund jährlich, und 400 Pfund jährlich bedeu-teten, unter den Einkommen jener Zeit, mindestens soviel, wie800 Pfund jährlich gegenwärtig bedeuten würden. Ein einzel-ner im Tempel wohnender Mann, mit 400 Pfund jährlich,konnte damals wohlhabend genannt werden. Nicht Einer unterZeh» von den jungen Herren aus guten Familien, die das Rechtdort studirten, hatte soviel. Aber das ganze Vermögen, dasLord Clive aus Bengalen und Sir Loren; Dundas ausDeutschland gebracht hatte, zusammengeschossen, würde für Gold-smith nicht ausgereicht haben. Er verthat zweimal soviel, alser hatte. Er trug schöne Kleider, gab Diners von mehrerenGängen, machte feilen Schönen den Hof. Er hatte auch,wie man, zu Ehre» seines Herzens, wenn auch nicht sei-nes Kopfes, erinnern muß, bei jeder Jammcrgeschichte, wahroder falsch, eine Guinee, oder fünf, oder zehn, je nachdem