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Samuel Johnson.
Lateiner verlassen, und er erwarb, in' der großen und gemischtenBibliothek, über die er jetzt verfügen konnte, bald eine umfas-sende Kenntniß der lateinischen Literatur. Jene augusteischeFeinheit des Geschmackes, deren die großen öffentlichen SchulenEnglands sich rühmen, besaß er niemals. Aber er war zeitigmit einigen classischen Schriftstellern vertraut, die den bestenSchülern in der sechsten Classe von Eton ganz unbekannt waren.Die Werke der großen Wiederherstelln der Wissenschaft zogenihn ganz besonders an. Einst, wie er einige Aepfcl suchte, fander einen großen Folioband von Petrarcas Werken. Der Nameerregte seine Rcugicr, und er verschlang eifrig Hunderte vonSeiten. In der That die Sprache und der Versbau seiner eige-nen lateinischen Arbeiten zeigen, daß er den modernen Nach-ahmungen des Antiken mindestens ebensoviel Aufmerksamkeitgewidmet hat, wie den Originalmustern.
Während er sich so ungeregelt selbst bildete, war seine Fa-milie im Sinken zu hoffnungsloser Armuth. Der alte MichaelJohnson war viel besser geeignet, über Büchern zu brüten undüber sie zu sprechen, als mir ihnen zu handeln. Sein Geschäftsank; seine Schulden vergrößerten sich, und nur mit Mühe wur-den die täglichen Kosten seines Haushaltes bestricken. Es lagaußer seiner Macht, seinen Sohn auf der einen oder der anderenUniversität zu erhalten; aber ein vermögender Nachbar bot Un-terstützung an und, im Vertrauen auf Versprechungen, die sichvon sehr wenig Werth erwiesen, trat Samuel in das Pcmbroke-Collegium zu Orford ein. Wie der junge Student sich denVorstehern jener Gesellschaft vorstellte, so erstaunten sie überseine linkische Figur und ercentrischen Manieren nicht mehr, alsüber die Masse ausgedehnten und seltsamen Wissens, das erwährend vieler Monate unstäten, aber nicht unnützen Studiumsaufgelesen hatte. Am ersten Tage seiner Studienzeit überraschte