Band 
Fünfter Band.
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Samuel Johnson.

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schönste, anmuchigstc und gebildetste ihres Geschlechts. Daßseine Bewunderung ungeheuchelt war, kann nicht bezweifelt wer-den; den» sie war so arm, wie er selbst. Sie nahm, mit einerBereitwilligkeit, die ihr wenig Ehre machte, die Bewerbungeneines Freiers an, der ihr Sohn hätte sei» können. Die Eheerwies sich jedoch, trotz gelegentlichen Haders, glücklicher, als zuerwarten gewesen wäre. Der Liebende fuhr fort, den Illusionendes Hochzeitstages zu unterliegen, bis die Dame in ihrem 64stcnJahre starb. Auf ihr Grabmal sehte er eine Inschrift, die dieReize ihrer Perwn und ihres Benehmens pries, und wenn erlange nach ihrem Tode Anlaß hatte, ihrer zu gedenken, rief er,mit einer halb lächerlichen, halb rührenden Zärtlichkeit aus:„hübsches Geschöpf!"

Seine Heirath machte es ihm nothwendig, sich eifriger an-zustrengen, als er bisher gethan hatte. Er miethete ein Hausin der Nähe seiner Geburtsstadt und lud Zöglinge ein. Dochachtzehn Monate vergingen, und nur drei Zöglinge kamen zuseiner Akademie. Freilich war seine Erscheinung so wundersamund sein Temperament so heftig, daß sein Schulzimmer einerOgcrhöhle geglichen haben muß. Auch war die phantastisch ge-putzte, geschmückte Großmutter, die er seine Titty nannte, nichtwohlgccignet, für die Behaglichkeit junger Gentlemen Sorge zutragen. David Garrick, der einer der Zöglinge ivar, pflegte,vielcJahre nachher, die beste Gesellschaft von London in Krämpsedes Lachens zu versetzen, indem er die Liebkosungen dieses außer-ordentlichen Paares nachmachte.

Endlich entschloß sich Johnson, in dem 28sten Jahre seinesLebens, sein Glück in der Hauptstadt als ein litcrarischer Aben-teurer zu suchen. Er reiste mit ein Paar Guincen, drei Actcuder Tragödie Irene im Manuskript, und zwei oder drei Empfeh-lungsbriefe» vcn seinem Freunde Walmcsley ab.

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