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Samuel Johnson.
Niemals seit in England die Literatur ein Erwerbszwciggeworden, war sie ein weniger einträglicher Erwerbszweig ge-wesen, als zu der Zeit, wie Johnson seine» Wohnsitz in Londonaufschlug. In der vorhergehenden Generation war ein Schrift-steller von vorragendem Verdienste sicher, von der Regierungfreigebig belohnt zu werden. Das Mindeste, das er erwartenkonnte, war eine Pension, oder eine Sinecurstelle, und wenn ereinige Geschicklichkcit zu Staatsgeschäftcn zeigte, so konnte erhoffen, ein Parlamentsmitglied, ein Lord des Schatzes, ein Ge-sandter, ein Staatssccretair zu werden. Es würde auf der an-deren Seite leicht sein, mehrere Schriftsteller des 19. Jahrhun-derts zu nennen, unter denen der mindest Glückliche 40,000Pfund von den Buchhändlern bekommen hat. Johnson abertrat in seinen Beruf in dem traurigsten Theile der traurigenZwischenzeit ein, welche zwei Zeitalter des Glückes schied. DieLiteratur hatte aufgehört, unter der Gönnerschaft der Großenzu blühen, und hatte noch nicht angefangen, unter der Gönner-schaft des Publikums zu blühen. Zwar hatte Ein Literat, Pope,durch seine Feder ein Vermögen erworben, daS damals für einanständiges galt, und lebte auf einem Fuße der Gleichheit mitHochadeligen und Staatsministcrn. Doch dies war eine allein-stehende Ausnahme. Selbst ein Schriftsteller, dessen Ruf be-gründet und dessen Werke volksbeliebt waren, ei» Schriftstellerwie Thomson, dessen Jahreszeiten in jeder Bibliothek waren, einSchriftsteller wie Fielding, dessen Pasquin einen größeren Zu-lauf gehabt harte, als irgend ein Theaterstück seit der BettlersOper, war zuweilen froh, durch Verpfändung seines bestenRockes, die Mittel zu erlangen, in einer Spcisewirkhschaft unterder Erde, wo er sich die Hände, nach einem unsauberen Mahle,an einem Neufundländer Hunde abwischen konnte, Kuttelflcckc zuesse». Es ist daher leicht, sich zu denken, welche Demüthigungen