Samuel Johnson.
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und Entbehrungen den Neuling erwartet haben müssen, der erstnoch einen Namen zu erwerben hatte. Einer der Verleger, andie sich Johnson um Beschäftigung wendete, maß diesen athle-tischen Körperbau mit spöttischem Auge und rief aus: „Siethäten besser, Sich eine Lastträgerschlingc zu verschaffen undKoffer zu tragen." 'Auch war der Rath nicht schlecht; denn einLastträger hatte Aussicht, so reichlich beköstigt zu werden und sobehaglich zu wohnen, wie ein Dichter.
Es scheint einige Zeit verstrichen zu sein, bevor Johnsonim Stande war, irgend eine litcrarische Verbindung anzuknü-pfen, in der er mehr erwarten konnte, als Brot für den Tag,der über ihn hinging. Er vergaß niemals die Großmuth, mitwelcher Hcrvey, der jetzt in London wohnte, während dieser Zeitder Prüfung seinen Bedürfnissen zu Hilfe kam. „Heinrich Hcr-vey," sagte der alte Philosoph viele Jahre später, „war einlasterhafter Mensch; aber er war sehr gütig gegen mich. WennIhr einen Hunt Hervey nennt, so werde ich ihn lieben." AnHervey's Tafel genoß Johnson zuweilen Feste, die durch denGegensatz nur noch angenehmer wurden. In der Regel aber aßer für sechs Pence Fleisch und für einen Pence Brot in einemBierhause in der Nähe von Drurhlane, und glaubte, da gutzu essen.
Die Wirkung der Entbehrungen und Leiden, die er zu die-ser Zeit erduldew, war bis zuletzt in seinem Wesen und seinemBenehmen zu erkennen. Seine Manieren waren niemals höfischgewesen. Sie wurden jetzt fast roh. Da er häufig genöthigtwar, abgeschabte Röcke und schmutzige Hemden zu tragen, sowurde er ein verhärteter Schlump. Da er oft sehr hungrig war,wenn er sich zu seinem Mahle setzte, so eignete er sich eine Ge-wohnheit an, mit gefräßiger Gier zu essen. Selbst bis zumEnde seines Lebens und selbst an der Tafel der Großen wirkte