Samuel Johnson.
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Dieses Ercigniß bewirkte eine Aenderung in Johnson'sganzem Lebensverhällniß. Zum ersten Male seit seiner Knaben-zcit fühlte er nicht länger den täglichen Trcibstock ihn zu dertäglichen Mühe drängen. Nach dreißig Jahren der Sorge undPlage stand es ihm frei, sich seiner angcbornen Trägheit hinzu-geben, bis zwei Uhr Nachmittags im Bette zu liegen, und bisvier Uhr Morgens beim Gespräche aufzusitzen, ohne weder denDruckcrtcufel, noch des Sheriffs Beamten zu fürchten.
Eine mühsame Arbeit jedoch hatte er sich zu verrichten ver-pflichtet. Er hatte zahlreiche Subskriptionen auf seine verspro-chene Ausgabe dcs Shakspeare empfangen; er hatte einige Jahrelang von diesen Subscriptioncn gelebt, und er konnte es nichtohne Schande unterlassen, seinen Theil des Vertrages zu erfül-le». Seine Freunde ermähnten ihn wiederholt, eine Anstren-gung zu machen, und er beschloß wiederholt, es zu thun. Abertrotz ihrer Ermahnungen und seiner Entschlüsse folgte Monatauf Monat, folgte Jahr auf Jahr, und nichts war gethan. Erbetete feurig gegen seine Trägheit; er beschloß, sooft er dasheilige Abendmahl empfing, daß er nicht länger seine Zeit ver-träumen und vertändeln wolle; aber der Zauber, unter dem erstand, widerstand Gebet und Sacrament. Seine Privataufzcich-nungen aus dieser Zeit sind aus Selbstanklage» zusammenge-setzt. ,,Meine Indolenz," schrieb er am Ostcrabend 1704, ,,hatsich zu gröberer Faulheit verschlimmert. Eine Art seltsamerVergeßlichkeit hat sich über mich gebreitet, sodaß ich nicht weiß,was aus dem letzten Jahre geworden ist." Ostern 1705 kamund fand ihn noch immer in demselben Zustande. „MeineZeit," schrieb er, „ist nutzlos vergeudet worden, und scheint wieein Traum, der nichts zurückgelassen hat. Mein Gedächtniß wirdverworren, und ich weiß nicht, wie die Tage über mir hingehen."Zum Glück für seine Ehre wurde der Zauber, der ihn gefangen