Band 
Fünfter Band.
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Samuel Johnson.

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hielt, zuletzt durch keine sanfte oder freundliche Hand gebrochen.Er war schwach genug gewesen, einer Geschichte von einem Geiste,der in einem Hause in Cocklanc spukte, ernste Beachtung zuschenken, und war wirklich selbst, mit einigen seiner Freunde,um eins des Morgens, nach der St. Johnskirche in Clerkenwellgegangen, in der Hoffnung, eine Mittheilung von dem beun-ruhigten Geiste zu empfangen. Allein der Geist blieb, wiewohlmit aller Feierlichkeit beschworen, hartnäckig schweigend, und cSzeigte sich bald, daß ein ungezogenes elfjähriges Mädchen sichein Vergnügen daraus gemacht hatte, so viele Philosophen zumNarren zu haben. Churchill, der, seinen Gaben vertrauend, vonVolksgunst berauscht und von Partcigeist glühend, sich nachirgend einem Manne von begründetem Ruf und torhistischcr po-litischer Ansicht umsah, dem er mitspielen könne, feierte denCocklanegeift in drei Gesängen, gab Johnson den SpottnamenPomposo, fragte, wo das Buch wäre, das so lange versprochenund für das so freigebig bezahlt worden sei, und klagte den gro-ßen Moralisten geradezu des Betrugs an. Dieses schrecklicheWort bewies sich wirksam, und im Oktober 1765 erschien, nacheinem Verzug von neun Jahren, die neue Ausgabe des Shak-spcare.

Diese Herausgabe rettete Johnson'S Ruf der Rechtlichkeit,vermehrte aber den Ruhm seiner Befähigungen und seines Wis-sens um nichts. Die Vorrede enthält rwar einige gute Stellen,ist aber nicht in seiner besten Manier. Die wcrthvollsten An-merkungen sind die, bei denen er eine Gelegenheit hatte, zu zei-gen, wie aufmerksam er viele Jahre hindurch das Menschenlebenund die Menschcnnalur beobachtet hatte. Das beste Probestückist die Anmerkung über den Charakter des Polonius. Selbstin Wilhelm Meistens bewundernswürdiger Untersuchung desHamlet ist nichts so Gutes zu finden. Hier aber mnß das Lob