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Samuel Johnson.
über die der kleine Mann einige Stunde» lang ernstlich grollte.Indeß jeder Streit ward bald wieder beigelegt. Zwanzig Jahrehindurch fuhr der Schüler fort, den Meister anzubeten, fuhr derMeister fort, den Schüler anszuschcltcn, über ihn zu spotten,und ihn zu lieben. Die beiden Freunde wohnten gewöhnlichin großer Entfernung von einander. Boswcll prakticirte imParlamcntshause von Edinburgh und konnte nur gelegentlicheBesuche in London abstatten. Während dieser Besuche war essein Hauptgeschäft, Johnson zu beobachten, alle GewohnheitenJohnson's zu ermitteln, das Gespräch auf Gegenstände zu len-ken, über die von Johnson etwas Merkwürdiges zu erwartenwar, und Notizbücher in Ouart mit Auszeichnungen des vonJohnson Gesagten zu füllen. Aus diese Weise wurden die Ma-terialien gesammelt, aus denen nachmals das interessanteste bio-graphische Werk in der Welt zusammengesetzt ward.
Bald nachdem der Club zu bestehen begonnen hatte, schloßJohnson eine zwar für seinen Ruhm weniger bedeutsame, aberfür sein Glück viel bedeutsamere Verbindung, als seine Verbin-dung mit Boswcll. Heinrich Thrale, einer der vermögendstenBrauer in dem Königreiche, ein Mann von gesundem und aus-gebildetem Verstände, strengen Grundsätzen und freisinnigemGeiste, war mit einer jener gescheitteu, gutherzigen, eitlen, vor-lauten, jungen Frauen verheirathct, welche beständig etwas thunoder sagen, Las nicht genau recht ist,, die aber, sie mögen thunoder sagen, was sie wollen, jederzeit angenehm sind. >7 Ob wur-den die Thralcs mit Johnson bekannt, und die Bekanntschaftreiste schnell zur Freundschaft. Sie waren über den Glanz sei-ner Unterhaltung erstaunt und entzückt davon. ES schmeicheltesie, zu finden, daß ein so weit gefeierter Mann ihr Haus jedemandern in London vorzog. Selbst die Absonderlichkeiten, dieihn für gesittete Gesellschaft ungeeignet zu machen schienen, seine