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29 (1843) Paris im Jahre 1806 : Vermischte Schriften aus C.J. Weber's Nachlass ; mit Uebersetzung der aus fremden Sprachen angezogenen Stellen vermehrt / [Carl Julius Weber]
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hatte. Das überstieg meine Berechnungen! Mein ersterAuSgang war nach dem Palais Royal und ben Boulevardsvon 11 bis 5; hieraus speiste ich nach Pariser Fuß undnach der Karte meines Hrn. Chabot zu Mittag potageaux herbes 6 8., fricandeau ä loseille 12 S., beafsteakäux pommes (de terre) 12 S., 1 Flasche guten Burgun-der 1 Pro. 5 8., nach unserem Münzfuß 1 fl. 12 kr. End-lich ging ich zu Bette. Ich zog, mich in den Schlaflullend, Parallelen zwischen Wien und Paris. Wien,

es ist wahr, imponirt: aber was ist Wien, denPrater ausgenommen, gegen Paris, dessen öffentliche Plätze,illuminirte Passagen, grandiose Paläste, Boulevards, Quais,vornehmlich gegen sein Palais Royal und die wunder-schönen Gallerten, und das Alles belebt mit den schönsten,geistreichsten und geschmackvollsten Figuren und dieser un-nachahmlichen französischen vivacite! Könnte ich irgendwoin der Welt meinen Geburtstag besser feiern, als hier?Mein Gasthaus liegt so ziemlich im Central-Punkte desMerkwürdigsten, wenn auch gleich das ä deux pas de

Pariser Gewohnheit ist. Man forderte mir für keinbesonders möblirtes Zimmer 1,4 Louis. Ich fragte auchnach dem Preise eineö joli petit appartement pour ungar^on ä louer, etc. Monsieur, antwortete man mir,cest 100 ecus! Man fragt sehr lakonisch: Mr., la rueMontmartre? 2 ) Mr., vous passerez par, vous pren-drez ä gauche etc., vous demanderez la rue Mont-martre et vous serez tout-pres.

r) Einer hübschen, kleinen Wohnung, an einen ledigen Herrnzu vermiethen. Mein Herr, das kostet 100 Thaler.

2s Mein Herr, Sie gehen dorthin, nehmen sodann die Richtunglinks, erkundigen sich nach der Straße M.. und stnd ganz nahedaran.