Formen und Gestalten einer und derselben MenHen-sprache. Jede dieser besondren Sprachen kann unter-gehen ; Menschensprache wird nie untergehen.
Diese oder jene einzelne, besondre, laß mich sa-gen positive und formelle Menschensprache, kanngeschickter als die andre seyn, den Geist des Menschenaußer ihm darzustellen, ihm als Werkzeug zu dienen,ihn zu vertreten; aber keine kann zu der Vollkommen-heit gelangen, daß sie — nun in und durch sich selbstlebendig, an und für sich selbst verständlich — dasTodte und Tödtende des Buchstabens nicht mehr an sichhätte. Dieser ist und bleibt, wie alles Körperliche,in sich finster und leblos. Schrift und Sprache, ge-trennt vom Leben der Menschen, sind nicht Schrift,nicht Sprache mehr, sind nur formlose Züge, sinnloseLaute.
Und wenn es sich nun mit dem Worte, dieser un-mittelbarsten, nothwendigsten, geistigsten und innig-sten der Formen und Einsetzungen so verhält; wie nichteben so mit allen andern? wie nicht auch mit den For-men und Einsetzungen positiver Religionen und Gesetz-gebungen ?
Alle Formen haben Nothwendigkeit des Princips