Band 
Erster Band.
Seite
314
JPEG-Download
 

-- 3:4

Furcht soll die Ursache seyn, warum die Altenüber diesen Gegenstand nur figürlich und in Gleich-nissen geredet haben; sie durften keinen öffentlichenAngriff auf eine so mächtige und schreckliche Parteywagen, deren bloße Stimme schon so furchtbar war,daß sie eine ganze Legion in die Flucht schlagen konnte.„Hierauf, ^ sagt Swift, „bezieht sich Herodot aus-drücklich an einer andern Stelle, wo er erzählt, daß eingroßes Kriegsheer Scythen durch das Geschrey ei-nes Esels in einen panischen Schrecken gesetzt wurdeund davon lief. Ein grundgelehrter Philolog vermu-thet daher, die Ehrfurcht, die wir vor den Schrey-ern haben, sey uns von unsern Scythischen Vorfah-ren angeerbt. Natürlich mußte bey jener allgemeinenFurcht die Schwierigkeit, seine Meinung von denSchreyern öffentlich zu sagen, immer größer werden.Man hielt es nicht mehr für rathsam, das erste Hiero-glyph, weil es einer Abbildung zu nahe kam, längerzu gebrauchen, und es wurden andere, die mystischerund vorsichtiger waren, ausgedacht. So hatDiodo-rns nicht das Herz gehabt, von dieser Sache mehr zusagen, als daß in den Gebirgen des Helikon ein Un-kraut wachse, dessen Blüthe einen solchen verwünschten