Band 
Erster Band.
Seite
319
JPEG-Download
 

- 5,9 -

! ners, und pflegte zu London, wohin er jährlich eineReise that, und wo sich nun auch die Berkeleysche Fa-milie wieder aufhielt, in diesem Hause seine alten Ca-plan - Dienste zu verrichten und der Gräfin manchmalaus einem Buche, welches nach ihrem Geschmack war,vorzulesen. Ein solches Buch für sie waren im Jahre170!), Boyle's Betrachtungen, und sie wünschte sehr,daß Swift es ganz mit ihr durchgehen möchte. Dieserkonnte durchaus nicht denselben Geschmack an demWerke finden; er plagte sich eine Zeit lang; endlichgab ihm der Ueberdruß einen Schwank ein, der ihnvon dieser unerträglichen Arbeit auf eine gute Weise

' unfehlbar befreyen mußte. Er schrieb seine Betrach-tung über einen Besenstiel, verschaffte sich heimlich dasBuch der Gräfin, um seinen Aufsatz hinein zuheften,und sorgte, daß es unbemerkt wieder an seinen Platzkam. Da ihn nun bey seinem nächsten Besuche dieGräfin bat, in den Betrachtungen weiter zu lesen,nahm er sich dabey wie gewöhnlich, schlug mit demgrößten Ernst das Buch auf, und las die Ueberschrift:Betrachtung über einen Besenstiel. Lady Berkeleystutzte über den seltsamen Titel, und wiederholte etwasverwundert: Betrachtung über einen Besenstiel? Das