und war nun durch und durch verwundet. Sie wurdekrank; erholte sich etwas nach einigen Tagen; legtesich von neuem, und starb. Ich hatte zwanzig Jahrelang, und von meinem Einundzwanzigsten Jahre anmit ihr gelebt, und nie erblickt, was ihr an Reinheitdes HcrzenS und Größe der Seele, an Liebe, Treueund himmlischem Wohlthun gleich war. Niemand,der es nicht erfahren hat, kann wissen, kann nur ahn-den, was das heißt: über alles zu lieben und zu ver-ehren, was nun todt ist; nun auf immer unsermAnschauen, unserm Wohlthun, unserm heißenverzehrenden Dank entzogen. Der Zustand,worein diese schreckliche Trennung mich versetzte, hatkeinen Namen. Ich hatte nie gedacht, daß manauf dieser armen Erde so traurig werden könnte. Mitjedem Tage wurde es arger; und kaum hatte ich dreyWochen so zurückgelegt, als ich eine andere heftigeErschütterung durch den Aufbruch des Rheins erfahrenmußte. Die Ueberschwemmung dauerte fünf Tage,und ließ uns unter abwechselnden Gefahren die fürch-terlichsten Auftritte sehen. So viele Stöße konntemein geschwächter Körper nicht aushalten; ich bekamneue Zufälle, die allen Mitteln widerstunden; ließ
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