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^ mich auf das Frühjahr und die Landlust vertrösten,j und wurde im May auch wirklich etwas besser. Eshielt sich aber mit dieser Besserung nicht einmal denMonat durch; mein Befinden wurde immer schlechter,und endlich vollends unerträglich. So entschloß ichmich gegen Ende des Augusts, nach langem, tr<^ n-gen Hoffen, ziemlich trostlos und mit wenig Glaubenvor dem herannahenden Winter noch den einzigen Ver-! such der mir übrig blieb zu wagen, nehmlich eine Reise,ß Ich ging zuerst nach Hofgeismar, um dort den Mün-sterischen Leibarzt Hoffmann und ein Paar Freundeaufzusuchen; hierauf nach Weimar, wohin Göthe und^ Herder mich dringend eingeladen hatten. Die anhal-tende Bewegung, die beständige Abwechslung von Ge-genständen und Gedankenformen; vornehmlich aberi die seligen Tage, die ich zu Weimar, wo auch unserClaudius sich einfand, lebte, haben mir ungemeinwohl gethan, und ich bin gegenwärtig gesunder, alsich seit langer Zeit nicht war.
Sie müssen, liebster Hamann, diesen weitläufi-gen Bericht mir verzeihen, weil er zu meiner Entschul-i digung, daß ich Ihren herzvollen Brief so lange unbe-antwortet gelassen, unentbehrlich war.