Band 
Erster Band.
Seite
378
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Zuerst meinen großen Dank für Ihr Golgathaund Scheblimini (*), dessen Empfang mich zuHofgeismar sehr erfreute. Herder hat Ihnen vermuth-lich schon gemeldet, wie sehr wir alle zu Weimar unsan Ihrer Schrift ergötzt haben. Zum rechten Genußderselben aber kam ich doch erst hier im Stillen. Mehrdarüber künftig. Hier zuerst ein Heft, das bestimmtist allerhand von mir an Sie auszurichten (**). Rede,daß ich dich sehe. Ich rede — das Sehen ist an Ihnen.

Unser Claudius versicherte, es würde Ihnen über-haupt durch die Mittheilung dieser Blätter ein Gefal-len geschehen, und stärkte meinen Borsatz. Je mehrSie mir darüber sagen, desto lieber wird es mir seyn.Nicht daß ich von Ihnen begehrte, „sich in ein Handge-menge mit Grillen einzulassen, die keine Widerlegung„verdienen, und durch keine Widerlegung geheilt wer-

(*) Von einem Prediger in der Wüste (Hamann). WiderMendelssohns: Jerusalem oder über religiöse Machtund Judenthum, gerichtet.

(**) Es enthielt mein erstes Schreiben an Mendelssohnüber Lessings Spinozismus, nebst Mendelssohns Erinne-rungen, und den Brief über die Lehre des Spinozaüberhaupt, an Hemsterhuys, nebst einigen Briefenvon und an Herder über dieselben Gegenstände.