Band 
Sechster und letzter Band.
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den Menschen, da sie zum Bösen wie zum Guten sichgebrauchen läßt, ihr Gebrauch zum Bösen aber, wiedie Erfahrung lehrt, der fast allgemeine ist, nicht bloseine zweideutige, sondern eine schädliche Gabe- Fühlenwir uns nichts desto weniger innerlich genöthigt, ihreBeraubung für das größte unter allen Uebeln zu halten,so werden wir eben dadurch nur desto elender. Dennwir setzen sie doch wohl nur darum über alle andere Gü-ter, weil sie allein uns soll wahrhaft weise, gut undglücklich machen können- Kann sie dieses, so thut siees doch in dem Menschen nie. Keiner, der nicht vonNatur schon gut und weise war, ist es durch ihre Ge-schäftigkeit geworden. Und möge sie denn auch denWeisen noch weiser, den Tugendhaften noch tugend-hafter machen, den Bösartigen macht sie dagegen ganzauf dieselbe Weise auch bösartiger,"

Ungeachtet dieser so oft wiederholten bitteren Vor-würfe, welche bei den Alten mehr ein irreligiöser, beiden Neueren, in blindem Muthe, mehr ein religiöserEifer geltend zu machen gesucht hat, ist die Vernunft,vor wie nach, in dem unerschütterlichen Besitz geblie-ben, nicht nur für das höhere und höchste Vermögen indem Menschen, sondern für ein durchaus allerhöchstesunbedingt anerkannt, und damit außer alle Verglei-chung mit anderen Kräften, Eigenschaften und Gabengesetzt zu werden, als ein überschwengliches Wesen.Was man auch, aus dem Grunde ihres Thuns undLafsens, ihres zweideutigen Vermögens und offenbarenUnvermögens, wider sie aufbringen möge; es bleibt