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Liebe als das Erste, Oberste, Ursprüngliche setzen, so — ge
daß Vernunft und Freiheit unter ihr begriffen wä- geble
ren als ein Zweites und Drittes, dergestalt, daß diese Hörerzu ihrem Wesen zwar gehörten, aber keineswegs über er, lsie erhaben waren, sondern abhängig von ihr, so hieße geb
das ja offenbar über die Vernunft den Wahnsinn erhe- über
ben. Denn daß die Liebe aus dem Geschlecht des daß
Wahnsinns sey, hat noch nie ein Mensch geleugnet. sicht
Wer
Gewiß keiner! Auch nicht jener, der unter allenMenschen von der Liebe am erhabensten geredet hat,am erhabensten zugleich von der Vernunft, Platon der y^nGöttliche. Doch weit entfernt, zurückzubeben vor die- ^s
sem Vorwürfe, faßte er ihn scharfer nur ins Auge,ergriff ihn, und ließ ihn das Panier seyn im Kriegewider jene Unwissenden und Rohen, die den Unbegeister-ten allein für weise, jeden Begeisterten für einen Un- seni-sinnigen und Verrückten halten. Er scheute sich nicht,ein Verrückter genannt zu werden von denen, die wohl, hallunverrückt ankleben nur dem Irdischen, und sich so ganz schz
bei Sinnen zu erhalten wissen, daß sie des Uebersinn-lichen und Ueberirdischen nie inne werden. beli
dei
Und wer mochte nicht mit ihm seyn, von diesen ^
sich scheidend, die, abgewandt von dem Lichte, in wel- ^
chemUrgebild und Urbildendes ungetrennt undunzertrennlich sich darstellen, ewig nur in dem sie um-gaukelnden Schattcngewebe sich vertiefen und aus ihm ^
sich anfüllen mit Wahrsagerei wider das Wahre? Wen-det man sie mit Gewalt gegen das Licht, so rufen sie