Tiefe der Nachforschung, daß dem Geiste vor derUnternehmung, aus dieser Tiefe die Vorstellung her-auszuholen, schwindelt und graust.
Gleichwohl ist es mir gelungen. Ich will, mitVerschmelzung meiner Anstrengung und Arbeit, nurerzählen, was wir dabei dem Zufall gemeinschaft-lich zu verdanken haben.
Mir siel ein, wie Phadrus mit Sokrates aneinem schönen Tage in der lieblichsten Gegend vonAthen unter dem berühmten Platanus sitzend, ihmvorwirft, daß er nie aus den Mauern der Stadtkomme, und daß Sokrates hierauf antwortet: „Fel-der und Bäume können mich nichts leh-ren, wohl aber die Menschen in der Stadt."
Phädrus hatte den Sokrates herausgelocktdurch einen Zauber. Dieser Zauber war ein Büch-lein unter dem Mantel des Jünglings, eine RedeLysias, welche Sokrates zu hören begehrte.
Die hier von Sokrates gegen die Schönheitensprachloser Natur bewiesene Geringschätzung erin-nerte mich weiter an jenen „verständigen SavoyischenLandmann, der Saussüren ins Angesicht, alleLiebhaber der Eisgebirge, ohne Bedenken für Narren