Band 
Sechster und letzter Band.
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daß die Glicdmaßen dieser Thiere zu einem bestimmteneinfachen Gebrauche gebildet sind. Wenn nun dieseGliedmaßen auf Veranlassung einer Empfindung derSeele, in die ihr analoge mechanische Bewegung gesetztworden, so erfolgt die Befriedigung der Begierde durcheine dazu hinreichende unverbesserliche Handlung. Aufdiese Weise schreiten die Thiere, getrieben durch denReiz des angenehmen und unangenehmen Gefühls, undvermöge der harmonirenden Wirkungen und Gegenwir-kungen ihrer materiellen und immateriellen Natur, inihrem Werke regelmäßig fort, und durchlaufen ihreSphäre.

Aus allem dem, was bisher gesagt worden, zusam-men genommen, werden sich demnach die Kunstfähig-keiten der Thiere, nebst ihren willkührlichen Abweichun-gen nach Maßgabe der Umstände, aus dem lebendigenMechanismus, aus der bestimmten Bildung ihrer Glied-maßen, aus der Scharfe ihrer Sinne, aus der' der Be-schaffenheit ihrer engen Sphäre genau angemessenenOrganisation ihrer ganzen Maschine, und aus der Fä-higkeit, über die Gegenstände ihrer Vorstellungskraft an-schauend zu raisonniren, verständlich erklären lassen.—Zum Ueberflusse könnte man noch annehmen, daß dieseThiergattungcn einer lebhafteren, unterscheidenderenVorstellung von den Beschaffenheiten und dem Zustandeihres Körpers fähig seyen, als wir Menschen; welchesgar nichts ungereimtes in sich hat, und schon von un-serm Neimarus gemuthmaßet worden ist.

Nachdem ich die von Hm. Herder zur Erklärung