Band 
Sechster und letzter Band.
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der Anwendung auch in Europa wahr befinden wird. §

So wie knechtische Unterwürfigkeit in einem Lande zu- »

nimmt, so wachst auch der Luxus darinnen, und er fährt b

fort zu wachsen, bis zu dem Grade, wo er sich in jeneeitele plumpe Ostentation verwandelt, welche alle mit u

Geschmack verfertigte Werke, alle Meisterstücke der schö- §

nen Künste ausschließt. Wir haben von den reichen u

Decken reden hören, womit man die Elephanten der u

Kaiser von Ehina bedeckt, und von jenen auf zwei Lac a

oder zweimal hundert tausend Rupien geschätzten Ober- n

rocken, womit die Mogolischen Kaiser zuweilen ihre zi

Omrahs bekleiden lassen; man hat uns erzählt, daß die K

Kufen, woraus die Pferde der Kaiser von Persien trin-ken, von Gold sind, und daß ihr Tafelgeschirr just u

32 Millionen werth ist. Aber wer hat jemals von den d

Gemälden und den Statuen der Kaiser von China, von rr

Mogol, oder von Persien reden hören? " g

„Menschen, welche alle gleich verächtlich sind, welche f<

gar keinen persönlichen Werth besitzen, welche sich nie sc

um Tugend bewarben, und denen der Himmel das C

Genie versagte, können sich von einander durch nichts ki

als die Farbe und die Kostbarkeit ihres Anzuges, kurz, r,

durch solche Dinge nur unterscheiden, welche allein die fi

Sinne des niedrigsten Pöbels rühren: und alsdann d

ergiebt es sich, daß der Luxus seine Natur, und selbst d

seine Namen ändert." h

,,Um einen Begriff von der Entstehungsart dieser n

Revolution zu erlangen, und zwischen den beiden außer- t,

sten Enden das Mittel zu fassen, darf man nur ein L