Konstantin, seine Krone, seinen Zepter und seinPferdgeschirr verfertigen können."
„Es ist schon unzählige Mal wiederholt worden:nur freie Menschen seyen in den schönen Künsten etwaszu leisten im Stande; aber die eigentliche Ursache hier-von ist nicht so bekannt, und vielleicht auch nicht soleicht zu entwickeln, als man vermuthen dürfte. Ichlöse mir dieses Problem folgender Gestalt auf."
„Die gebornen Sclaven sind in zwei Classen zuvertheilen: Einige denken nie über ihr Unglück nach;einigen liegt es beständig im Sinn. Von jenen ist esklar, daß es ihnen an Fähigkeit mangelt, und daßsie mit nicht viel mehr Empfindung, als die häuslichenThiere begabt sind: nun mag man solche Leute unter-weisen wie man will, es ist Verlorne Mühe. Was dieandern betrifft , welche die ganze Größe des Gutes em-pfinden, das ihnen Schicksal und Ungerechtigkeit ent-zogen; so ist offenbar, daß die Vorstellung ihres Un-glücks sie immerwährend drücken, und daß dieser trau-rige Gedanke in ihnen die übrigen dermaßen verschlingenmuß, daß sie zu dem Studium der Künste, welches denganzen Menschen und eine glückliche Befreiung vonUnruhe und Sorge erfordert, nicht jene anhaltende undhartnäckige Aufmerksamkeit bringen können, die zueinem merklichen Fortgange in denselben unentbehrlichist- Kurz, unsre Seele kann nicht zwei Bürden zugleichtragen, und für nachdenkende Sclaven ist die Dienstbar-kcit unstreitig von allen Bürden die schwerste: eherwürden sie Philosophen werden, wie Epictet, welche