drungen, gestehen, man müsse sich des Nachts der Be-gleitung von Fackeln bedienen, um die Tiger und andrereißende Thiere zu verscheuchen. Es müssen also große' Wildnisse vorhanden seyn, worin diese Thiere sich auf-halten und fortpflanzen. Noch weit beträchtlichereStrecken Landes nehmen die chinesischen Wilden, Mau-lao und Miaosse genannt, ein, welche von Raub undViehzucht leben. Die Colonien, welche man zu ver-schiedenen Malen in die innern Landschaften gesandt,haben sich, wegen der immerwährenden Beunruhigun-gen von Räubern, nicht darin erhalten können. Daßdie Menge der Räuber in China sehr groß seyn müsse,erhellet allein daraus, weil ihrer gewöhnlich alle Jahrean die Vierzigtausend in Verhaft genommen werden.Unter den vorigen Dynastien belagerten sie oft Städte,und selbst Pekin ist durch sie eingenommen und geplün-dert worden, obgleich eine Besatzung von sechstausendMann darin lag. Das Volk drängt sich daher an denUfern der Flüsse und in den Städten zusammen, woder geringere Theil desselben auf -die kümmerlichsteWeise sein Leben erhält. Nun wird zwar in diesenbewohnten Gegenden der Feldbau mit allem nur «sinn-lichen Fleiße betrieben; aber das hindert nicht, daß,bei einer so unverhältnißmäßigen Bevölkerung, der ge-ringste Mißwachs nicht Lausenden von Menschen dasLeben kosten müsse. Aus eben diesem Grunde könnenauch keine großen Magazine angelegt werden; unddurch Zufuhren aus Indien oder Java dem Mangel vor-zubeugen ist noch nie einem Mandarin in den Sinn
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