Band 
Sechster und letzter Band.
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gefressen sind. Die Jesuiten versichern, daß sie, ineinem Zeitlauf von drei Jahren, neun tausend, siebenhundert und zwei Kinder aufgezählt haben, die auf dieangegebene Art dem Schindanger bestimmt waren;aber diejenigen haben sie nicht aufgezahlt, welche zuPekin unter den Füßen der Pferde und Maulthicrc zer-treten, in den Canälen ersäuft, gleich bei der Geburterstickt, von den Mahometanern aufgenommen, oderan allen den Orten umgebracht worden, wo keine Jesui-ten waren, um sie zu zählen. " Hiebei ist noch anzu-merken, daß die Chineser meistens nur ihre Kinderweiblichen Geschlechts aussetzen; die Knaben können sietheurer verkaufen, als die Erziehung derselben ihnen zustehen kommt; die Mädchen aber nicht.

Die Menge der Verschnittenen in China ist fastunglaublich; unter der chinesischen Regierung, das ist,ehe die Tartaren das Kaiserthum eroberten, waren dieVicekönige und die Vorsteher der Gerichtshöfe lauterVerschnittene. Die Geschichte ihrer Verwaltung erwecktAbscheu und Grauen. Der Kaiser war jederzeit ihrErbe, und erbte desto mehr, je mehr sie geraubt underpreßt hatten. Sogar den Tartaren erweckten dieseMißbrauche Abscheu; sie setzten gegen das Jahr 1670alle verschnittenen Mandarinen aus ihren Bedienungen.

Nirgendwo ist die untere Classe von Bürgern soelend, und von allen Bequemlichkeiten des Lebens soganz entblößt, als in Ehina. Die Ursache hievon liegtim Despotismus der Kaiser und ihrer Vicekönige, inderen Händen alle die Gewalt ist, welche den Gesetzen

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