Band 
Sechster und letzter Band.
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sendsten und abergläubischsten Leute beschrieben findet.In der That unterwerfen sie sich allen Gebrauchen(prntigues) Bonzen; sie glauben an die Sterndeutung,an Gespenster, an den Trank der Unsterblichkeit; angewissen Tagen fasten sie, fanatischer Weise, um denGeist des Confucius auf einen mit Opferspeisen bedeck-ten Tisch herunter zu locken. Gewiß wird durch Fastendas Andenken eines Philosophen schlecht geehrt; denndie größte Verehrung, die man ihm erweisen kann, ist,wenn man den Lastern entsagt, und seinen Tugendennachfolgt. Folgten die chinesischen Mandarinen diesemLehrsatz, so würde man sie nicht in allen Reisebeschrei-bungen, besonders in der vom Lord Ansvn, so sehr ver-schrieen finden. Mich däucht, die Chineser könntennicht besser und kürzer charakterisi'rt werden, als es vondiesem großen Manne geschehen ist, wenn er sagt: sieseyen zu nichts im Stande, was wahre Größe oderLeben verriethe * *).

Wenn es große Weisheit ist, in einem Lande eineungeheure Menge von Mönchen zu ernähren, so müssendie Chineser ein sehr weises Volk seyn, denn der Haufeihrer Bonzen ist unzählig. Zuweilen hat man sie ange-griffen; aber sie haben allezeit gesiegt.

Jugend gemeiniglich mit Lesen zu, den Ueberrest ihrer Tage aberentweder mit Beobachtung ihrer Amtsgeschäfte, oder mit Abfas-sung zierlicher akademischer Reden. Dü Halde Beschreibung deschinesischen Reichs. III. Theil. I. Abschnitt §. S7.

*) Ansons Reise. Cap. XVIII.