Band 
Sechster und letzter Band.
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Da die Chineser weder sehr freigebig, noch sehr mild-thätig sind, so müssen die bettelnden Bonzen zu tausendKunststücken ihre Zuflucht nehmen, um ihnen Almosenabzuzwingen. In andern Landern sind einige Geißel-schläge nebst zwei oder drei Gebeten, hinlänglich, einemBonzen sein Mittagsmahl zu verdienen; in China hin-gegen muß ein Bonze sich den ganzen Leib blutrünstigmachen, wenn er eine Schüssel Reis erlangen will.Demunerachtet mögen diese Elenden sich lieber schlagenals arbeiten.

In dem Werke selbst muß man alles dasjenige lesen,was die Lehrsätze der alten chinesischen Religion betrifft,welche nie die Unsterblichkeit der Seele verworfen hat,wie verschiedene Gelehrte vorgeben, nachdem sie dieKings oder die kanonischen Bücher gelesen hatten, worinweder von einem Paradiese, noch von einem Fegefeuer,welches einige asiatische Theologen die Hölle nennen,geredet wird. Das gänzliche Stillschweigen der Kingsvon besondren, zur Belohnung der Guten und Reini-gung der Bösen bestimmten Orten, beweist nichts fürden Materialismus der Chineser, welche gewiß glauben,daß die Seele den Körper überlebt, und auf diesenGlauben die Verehrung gründen, die man in dem gan-zen Reiche den Schatten der Vorfahren erweist.

In dem letzten Abschnitte scheint der Verfasser dieunter den europäischen Politikern so oft bestrittene Fragezu entscheiden, ob China, in der strengsten Bedeutungdes Worts, eine Monarchie, oder ein blos despotischer