Band 
Sechster und letzter Band.
Seite
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Die Ursache, welche man angiebt, warum Cheopsnicht in der Pyramide beigesetzt worden, welche er zudiesem Ende hatte errichten lassen, hält unser Verfasserfür eine Fabel. Wäre es bei dem ägyptischen Volküblich gewesen, so ernstlich über dem Gesetze, welchesden bösen Regenten das Begräbniß versagte, zu halten,so müßte man es als eine unbegreifliche Ungereimtheitdieser Fürsten ansehen, daß sie sich Grabmahle erbauethätten, wovon sie mit Gewißheit vorhersehen gekonnt,daß sie ihnen dazu nicht dienen würden. Aber die Ver-ordnungen, welche in den alten ägyptischen Bü-chern standen, waren ja nicht alle im Schwange; sonsthätten uns die Priester selbst keine so lange Folge trägerKönige hererzählt, welche in ihren Pallästen sich derWeichlichkeit überließen, und denen doch das Volk dasBegräbniß nicht streitig machte. Der despotischeApries war äußerst gehaßt, und wurde, nach seinerNiederlage, durch den Amasis dem Volke überlie-fert: man erdrosselte ihn, und trug ihn nachher indas Grabmahl seiner Vater, am Eingänge des Tempelsder Minerva zu S ais, wo alle Pharaonen vonder Saitischen Völkerschaft ruheten.

Die Obelisken müssen nicht mit den Hermes-Säulen verwechselt werden- Auf diesen waren dieInschriften wesentlich; auf jenen aber, deren man ver-schiedene nackende hat, nicht. Das Wort Säule,im strengsten Verstände, gebührt den HermetischenNicht; es waren eigentlich nur Gedächtnißsteine oder