Band 
Sechster und letzter Band.
Seite
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Unter all diesem Gewirrs von Abglauben, Betrugund Schwärmerei, sieht man dennoch die ursprünglicheIdee eines höchsten Wesens, durch dessen unum-schränkte Wirksamkeit alle Dinge bestehen, hervorglän-zen; — auch haben alle uns bekannte Cosmogonieen dieIdee eines lebendigen, wirksamen Princip!! zumGrunde, welches in ein todtes, passives, heterogenesWesen eingeflossen sey, und alle Theile desselben mitseiner Intelligenz durchdrungen habe. Die ägyptischeund griechische höhere Mythologie scheint hauptsächlichnur ein allegorischer Commentar über diesen Text gewe-sen zu seyn. Daß die Heiden eine göttliche Vorsehung,und nach dem Tode Belohnungen und Strafen ge-glaubt, kann unwiderleglich dargethan werden. Für .Letzteres zeugen unter andern die Gebete für die Ster-benden, die Versöhnopfcr für die Todten, die Vereh-rung der Manen, und die durchgängige Meinung, daßdie in den Geheimnissen Eingeweihten nach dem Todeglücklicher, als die übrigen Menschen würden. Inihren Religionssystemen erscheint allerdings eine Mengevon Widersprüchen und Inkonsequenzen; aber wie, inaller Welt, könnte ein solches Resultat, wie einReligionssystem einer ganzen Nation ist, ohne Wider-sprüche und Jnconsequenzen seyn, da man nicht einmaleinen einzelnen Menschen, selbst unter den allerweise-sten, antrifft, der durchaus mit sich selbst einig wäre?

Das Unzusammenhängende einer Religion, gleichin vielen andern Dingen, verschwindet , so wie nachund nach die Vernunft sich aufheitert, von selbst; und