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ein Gräuel, der nicht Wurzel faßte in diesem Boden,und Früchte brachte tausendfältig? —
Die vorhergehende Betrachtung, mein Freund, sokurz und zusammengedrängt sie auch in Rücksicht aufdie Materie ihres Inhalts ist, würde doch in einem cri-tischen Briefe, als bloße Einleitung, viel zu weitläuf-tig scheinen, wenn ich Ihnen dieselbe nicht als eineVorbereitung zu dem ganzen Hauptstücke von der Reli-gion der Aegyptier, in dem Werke des Hrn. v. P...gäbe. Da eine deutsche Uebersetzung der Untersuchun-gen über die Aegypticr und Ehineser erschienen ist, wieich aus dem letzten leipziger Meßcatalogus ersehen; sokönnen Sie dieselbe nunmehr mit aller Bequemlichkeitin Ihrer Muttersprache lesen. Der Mühe, Ihnen einenAuszug von dem, was diese Schrift von der Religionund der Staatsverfassung der Aegyptier enthält, zuverfertigen, darf ich mich um so mehr entschlagen, dadiese Materien nicht, wie die bereits abgehandelten,durch das ganze Buch zerstreuet, und mit dem -Wesender Ehineser vermischt sind; sondern zwei besondere,nicht gar zu äange Capitel ausmachen. Von dem haupt-sächlichsten Inhalte derselben will ich Ihnen dennoch,um allen Vorwürfen zu entgehen, ein Paar Wortehersetzen.
Die Religion der Aegyptier ist ein unermeßlichesDing. Sie hat so vielerlei Seiten, so mancherlei Ge-stalten, daß es unmöglich ist, zu allen diesen den wah-ren Standpunkt zu finden.