Band 
Sechster und letzter Band.
Seite
342
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Die ägyptische Religion behauptete sich, mitten di

unter den entsetzlichsten Revolutionen, eine lange Reihe in

von Jahrhunderten durch , bis sie endlich unter der Re- lez

gierung des Theodosius so häufige und so starke Stöße ch

erlitt, daß sie gänzlich untergehen mußte. Alsdann gc

ward Aegypten, welches die Tyrannei der constantino- S

politanischen Kaiser schon sehr herunter gebracht hatte, dc

einer Legion von Mönchen gleichsam zum Raube gelas- bk

sen. Die Städte entvölkerten sich; man vergaß, bis te

zum Namen, die Künste, und es kam endlich dahin, g<

daß man auf den Ruinen der blühendsten Städte in g,

Strohhütten wohnte.

Die politische Verfassung der Aegyptier betreffend, di

so warnt der Hr. v. P... seine Leser, nicht alles buch- ze

siäblich zu glauben, was man bei den Griechen davon ei

aufgezeichnet findet; denn diese haben Gesetze bewun- V

dert, die nur in den Büchern vorhanden waren; Poli- hc

zeianordnungen gelobt/ die man nicht beobachtete, oder ei

wenigstens anders beobachtete, als sie meinten; zum pi

Beweise führt er das Beispiel des mit den Räubern iß

gemachten Vergleichs an, welcher seiner Meinung nach w

nur die Araber und flicht die eingebornen Aegyptier zi

anging. E

Ihre Regierung war, der Grundverfassung nach, d

wirklich monarchisch; denn der Gewalt des Dbcrherrnwaren Schranken gesetzt; die Ordnung der Thronfolge i,

in der königlichen Familie war bestimmt, und die Ver- n

waltung der Gerechtigkeit einer besondern Gesellschaft f

anvertraut, deren Einfluß dem Ansehen der Pharaonen d