Band 
Sechster und letzter Band.
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Barbaren umringt wäre, könnte sich zwar ohne Zweifeldurch die Cultur ihrer eigenen Ländereien, und ihreneigenen innerlichen Handel, aber keineswegs durch aus-wärtigen Handel bereichern. Auf diese Art scheinen diealten Aegyptier und die neuern Chineser ihrengroßen Reichthum erworben zu haben. Von den altenAegyptiern sagt man, daß sie die auswärtigeHandlung vernachlässiget haben, und von den neuernChinesern weiß man, daß sie dieselbe aufs äu-ßerste verachten, und kaum, Wohlstands halber, desSchutzes der Gesetze würdigen. Die neuern Maxi-men des auswärtigen Handels zielen auf das Ver-armen aller unserer Nachbaren ab; und sofern sieihre Absicht erreichen können, machen sie eben die-sen auswärtigen Handel zugleich unerheblich und ver-ächtlich.

Von den zufälligen Uebeln, welche die Ein-schränkung des Commerzes nach sich ziehen, will ichnur einer Gattung, und dieser nur mit wenigen Wor-ten erwähnen. Diese Einschränkungen erfordern eineMenge von Wächtern, Oberaufsehcrn, u. s. w., die be-soldet und belohnt werden müssen; sie erheischen eineMenge verschiedener Jmposten; ziehen eine Menge Con-siskationen nach sich; drücken und plagen den Einwoh-ner an allen Ecken. — Eine unverständig eingerichteteTaxe giebt eine starke Versuchung zum Schleichhandelab. Nun aber müssen die Strafen des Schleichhandelsin Proportion der Versuchung steigen. Allen ordentli-