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verfährt? Wer die Gewalt hat, der hat auch das Recht;heute dieser, morgen ein anderer, wie es fällt; undvon Lyrannennst keine Fraget Wir sind ja auf die-selbige natürliche Weise Unterthanen, wie wir vonunsern Eltern geboren worden sind; können eben sowenig unsere dermalige Obrigkeit nicht haben wollen,als unsern damaligen Vater; sind und bleiben in Absichtdes bürgerlichen Zustandes ewig Kinder**), ewig Un-mündige, ewig ohne Verstand und eigene Wahl; da-hingegen alle Obrigkeit immer und ewig den Verstandallein, folglich schlechterdings zu befehlen, und vonuns den blindesten Gehorsam zu fordern hat. Alsonoch einmal: eine jede dermalige Obrigkeit, wie sie auchentstanden sey, (denn sie kann auf keine unrechtmäßigeWeise entstehen,) ist, ohne allen Zweifel, unwidcr-sprechlich die einzige und die wahre; und wir dür-fen und können gar nicht fragen: wie oder wann?oder uns nur auf irgend eine Weise anfechten lassen:was man etwa mit uns vor habe? Denn wer siehtnicht, wo das sonst hinaus liefe, und auf was fürGrundsätze man zuletzt gerathen müßte?
Nun aber, und damit dieses nicht geschehe***), liegtin der menschlichen Natur ein angeborner Instinkt, den-jenigen für unsern natürlichen Obern, Führer und Re-
-) D. Merk. 1777. S. 141. 1SS. 137. u. 138.") Ebendas. S. 1Z6. 127. 139. 141.
*") Ebendas. S, 132.