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gentcn zu erkennen, dessen Obermacht wir fühlen:welches die erste Quelle der obrigkeitlichen Gewalt unterden Menschen gewesen ist. „ Und ich behaupte," fügtHerr Wieland ausdrücklich hinzu*), „eben dieser In-stinkt sey auch in der Folge, auf Seiten der Völker, dieHauptursache gewesen, warum sie sich bei allen denmannichfaltigcn Veränderungen beruhiget haben, dienach und nach
Per varios easus et tot ckiscrimina rerum,mit der politischen Form und Verfassung der Staatenvorgegangen. . . Dem gemeinen Manne**) ists imGrunde einerlei, ob der Oberherr, der ihm gegebenwird, dazu geboren oder erwählt sey. So bald ernur einen Reiter auf seinem Rücken fühlt, der seinermächtig ist, so giebt er sich zufrieden, folgt dem Zü-gel, und duldet den Sporn. Ueberhaupt schmiegensich die Völker gern unter eine erbliche Regierung, sindgern einem gewissen Hause, einer festgesetzten Folge vonPrinzen Unterthan, gewöhnen sich gar bald, diese ihreHerren als eine höhere Art von Wesen anzusehen . . .und ein böser Herr müßte beinah der Teufel selbst seyn,bis dem Volke einfiele, die Frage auszuwerfen: obes auch wohl schuldig sey, alles von ihm zu lei-den***). — So tief (ich schreibe Herrn Wielandseigene Worte) sitzt im Menschen das Gefühl, daß die
*) D. Merk. 1777. S. 132.
**) Ebendas. S. 134.
Ebendas. S. 1SS-