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muß den Augenblick die von demselben abhängende ganzeMasse der Erkenntniß in eine verderbliche Gahrung ge-rathen. Außer dem Mittel, schnurstracks zur Wahr-heit zurückzukehren, bleibt alsdann kein anderes übrig,als, entweder in einem unendlichen Zirkel von Wi-dersprüchen herumzutaumcln, oder, das Recht inder weitesten Bedeutung (ius lattHuw) alsdas Einzige anzunehmen, wo denn alles Rechtheißen muß, was nach irgend einem Gesetze der Naturerfolgt, mithin alles, was zur Wirklichkeit gelangt.Denn alle Gesetze der Natur sind auf gleiche Weise, ineiner nothwendigen Ordnung derselben, oder in demewigen Zusammenhange der Dinge gegründet.
Unter denjenigen, welche vor Herrn Wieland diesenletzten Weg eingeschlagen, verdient Spinoza hauptsäch-lich genannt zu werden, weil kein anderer diesen Lehr-begriff so klar, so bündig, so ohne alle Verkleisterungund in einem so festen Zusammenhange vorgetragen hat.Nach ihm, wie nach Herrn Wieland, muß unter demRechte der Natur nichts anders verstanden werden *),als die Gesetze selber der Natur, als der nothwendigeZusammenhang aller Dinge, als die Macht des Gan-zen; weßwegen denn sowohl bei der ganzen Natur, alsbei jedem einzelnen Theile derselben. Recht und Machtgleiche Ausdehnung haben; folglich ein jeder Mensch
*) L. äs 8. Opera xortli. xag. 271.